Drosophila-Plage

Sie sind zur Zeit quasi überall und kaum loszuwerden: die Rede ist von der Fruchtfliege oder Essigfliege, wissenschaftlich “Drosophila”, die wir als Kinder “Eintagsfliege” nannten. Trotzdem gelingt es mit etwas Konsequenz, die Anzahl der lästigen Insekten im Haus zumindest zu reduzieren.

Drosophila allüberall

Geht man durch’s Feld, begegnet einem die Fruchtfliege praktisch bei jedem Atemzug, denn überall schwirren die winzig kleinen Fliegen, vor allem dort, wo in den Weinbergen noch einzelne, nicht abgeerntete Trauben in den Rebzeilen hängen, oder wo Trester ausgebracht wurde.

Im Garten tummeln sich Schwärme von Drosophila an den letzten Brombeeren, auf dem Kompost und an den Tomaten, wo aufgeplatzte Früchte besonders leichten Zugang zum Futter bieten.

Drosophila bekämpfen

Gar nicht so einfach … am allerbesten funktioniert nach meiner Erfahrung die Vermeidungstaktik. Da ich in der Wohnung der Stechmücken wegen alle Fenster mit Fliegengaze bestückt habe, ist hier ein kleines, aber dennoch für die Fruchtfliegen nicht unüberwindliches Hindernis eingebaut. Einzelne Tiere schlupfen immer wieder durch die Netze, aber zumindest bleibt die große Masse draußen.

Im Haus gilt es, nach Möglichkeit nichts, aber auch gar nichts herumstehen zu lassen, was für die Fruchtfliegen auch nur annähernd attraktiv ist: Obst, Gemüse, Getränke etc müssen dicht aufbewahrt verschlossen werden, benutztes Geschirr und Gläser gehören auf dem schnellsten Weg in die Spülmaschine.

Unsere bisherigen Bekämpfungsversuche, mit der chemischen Keule zu arbeiten, sind leider gescheitert. Die Wirkungsdauer der zugelassenen Mittel ist so kurz und wenig umfassend, daß man sich diese Kosten und den Aufwand nach meiner Erfahrung besser sparen sollte. Für jede tote Fliege kommen im Anschluß ohnehin anscheinend mindestens 10 weitere zur Beerdigung … 🙁

Stattdessen hat sich die etwas zeitaufwendigere Methode mit dem Staubsauger gut bewährt: eine schmale Düse auf dem langen Rohr verschafft auch in oberen Fensterbereichen kletterfreien Zugang. Da die Drosophila – sofern sie sich nicht gerade mit ihren Artgenossen an irgendwelchen Leckereien tummelt – sich gerne an den Fensterscheiben niederläßt, wobei die Tiere dort oft “zu Fuß” von unten nach oben krabbeln, hat man mit dem Staubsauger leichtes Spiel. Es braucht allerdings mehrere Anläufe, bis man die Lage wieder einigermaßen im Griff hat.

Details zur Drosophila finden sich – zusammen mit einer Nahaufnahme – in der Wikipedia.

 

6 Gedanken zu „Drosophila-Plage

  1. StefanamMeer

    Im Freien können eventuell Lockstoffe von fleischfressenden Pflanzen gegen Fruchtfliegen helfen. Da kommt zum Beispiel ein Sonnentau in Frage. Außerdem mögen die kleinen Plagegeister den Greuch von getrocknetem Olivenkraut nicht…

    Liebe Grüße

  2. Enrico

    Hallo zusammen,

    gute Erfahrungen habe ich auch mit Lebendfallen gemacht. Bei diesen ist es eigentlich egal, ob sich eine aus dem Handel besorgt oder selbst bastelt. Von der Konstuktion her, sollte sie auf jeden Fall aus einem Gefäß bestehen, in das Obst (z.B. ein Stückchen Banane oder leicht faulige Äpfel) platziert wird. Darauf wird eine Art Trichter platziert. Die Öffnung des Trichters darf nicht zu groß sein, damit die Fruchtfliegen nicht so schnell den Weg nach draußen finden. Stellt man eine solche Konstruktion z.B. Abends in den betroffenen Raum, kann man die gefangenen Fliegen morgens wieder in die Freiheit entlassen.

    Viele Grüße
    Enrico

    1. Hildegard Fuchs Beitragsautor

      Hallo Enrico,

      bei dem meisten Getier, das sich ins Haus verirrt, bin ich durchaus willens, es wieder unbeschadet in die Freiheit zu entlassen. Bei der Fruchtfliege (und einigen wenigen anderen) sehe ich mich zu solchem goodwill leider nicht imstande, zu groß ist die Vermehrungsrate all derer, die ohnehin überleben. Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden…

      Gruß
      Hildegard Fuchs

  3. Alex

    Hallo,

    ich hatte eine solche Plage Daheim und im Geschäft meiner Frau. Hatte mir für jeweils bei Lokationen eine Fruchtfliegenfalle gekauft, die so genial funktioniert, das ich KEINE Fruchtfliegen bei mir Daheim/Geschäft habe. Bin wirklich sehr froh darüber. Die Lebendfalle lockt die kleinen Bister erstmal an und hält diese Gefangen. Man kann dann einfach nach einer Zeit Wasser einfüllen und die kleinen Fliegen sterben 😉 .
    Kann ich nur empfehlen!!!! Ihr könnt mich auch gerne anschreiben!!

    Danke

    Gruß
    Alex

  4. Stefan Ahr

    Fruchtfliegen sind echt eine miese Sache. Wenn man aber weiß, was man tun muss oder kann, ist es überhaupt nicht mehr so schlimm. Wichtig ist halt, kein offenes Obst herumliegen zu lassen und regelmäßig den Hausmüll zu entsorgen. Die besten Erfahrungen konnte ich mit Fruchtfliegen Fallen, aber auch selbst gebauten Fallen machen.

    Lg Ahr

  5. Sascha Travica

    Hallo,
    ja, Fruchtfliegen sind wirklich eine lästige Plage – aber zum Glück sind die nicht gesundheitsschädlich.Es gibt viele einfache und kostenlose Möglichkeiten, die Fliegen loszuwerden.
    Ich finde die Trichter-Falle besonders gut und effektiv (ist auch eine Lebendfalle9

    Diese Falle besteht aus einem einfachen Gefäß, an dessen Boden sich ein Lockstoff (z.B. ein Stück Obst) befindet. In das Gefäß lässt man einen Trichter aus Papier ein, durch welchen die Fruchtfliegen in das Gefäß fliegen. Da die Fruchtfliegen werden versuchen an der Innenseite des Gefäßes nach Oben zu zu entfliehen. Leider gelingt ihnen dieser Fluchtversuch nicht, da ober der Trichter aufsitzt. Die Fruchtfliegen sind also gefangen.

    Wenn ihr noch mehr Anregungen braucht, dann haben wir auf unserer Website viele Tipps zu Fallen und dem Loswerden von Fruchtfliegen zusammen getragen. http://www.fruchtfliegen-ratgeber.de

    Gruß Sascha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.