Apfelchips + Birnenchips

Apfelchips

Apfelchips

Während ich bei Süßkirschen, Pflaumen und Zwetschen fast immer recht erfolgreich mit dem Pflanzenschutz bin, will mir dies bei den Äpfeln und Birnen nie so ganz zufriedenstellend gelingen.

Aus diesem Grund fällt bei den Apfel- und Birnbäumen jedes Jahr einiges Fallobst an, für dessen Verwendung mir bisher nichts Gescheites einfallen wollte.

Da die diesjährige Tomatenernte uns zu einem großen Vorrat an gedörrten Tomaten verholfen hat, habe ich nun zum ersten Mal ausprobiert, auch Birnen und Äpfel selbst zu dörren. “Apfelchips”, nämlich getrocknete Apfelscheiben, findet man im Handel häufiger. Birnenchips gibt es vermutlich auch – oder zumindest sollte das, was man mit Äpfeln anstellt, auch mit Birnen funktionieren.

Apfelchips + Birnenchips vorbereiten

Zunächst wasche ich die Früchte, dann halbiere ich sie und schneide das Kernhaus sowie Blüten- und Stielansatz aus. Alle im weitesten Sinne unschönen Stellen entferne ich ebenfalls.

Je dünner man die Scheiben schneidet, desto schneller trocknen sie, desto mehr Platzbenötigen sie aber auch auf den Dörrsieben. Ich schneide die Scheiben auf etwa 4 mm Dicke; das geht gut mit der Hand, oder aber mit der Brotschneidemaschine.

Verfärbung der Chips vermeiden

Da alles Kernobst bräunlich anläuft, sobald das Fruchtfleisch mit der Luft in Berührung kommt, sehen unbehandelt gedörrte Apfel- oder Birnenscheiben wenig appetitlich aus. Das Obst kann aber leicht vorbehandelt werden, ohne daß man allzu tief in die Chemiekiste greifen muß.

Zitronensaft ist ein naheliegendes Mittel; er hindert z.B. auch Karotten im Karottensalat, sich dunkel zu verfärben. Mit Zitronensaft werden die getrockneten Obstchips für meinen persönlichen Geschmack immer noch etwas zu dunkel. Ein Spritzer Zitronensäure bringt den gewünschten Erfolg; die Apfelchips und Birnenchips bleiben beide sehr schön “blond”.

Die geschnittenen Scheiben tauche ich sofort in Wasser mit einem Schuß Zitronensäure. Achtung, lebensmitteltaugliche, reine Zitronensäure verwenden! Mit dem Schaumlöffel lassen sich die frisch gebadeten Scheiben gut wieder herausfischen, dann sollte man sie auf einem Sieb abtropfen lassen.

Apfelchips + Birnenchips dörren

Vorbereitete Apfelscheiben auf dem Trockner

Vorbereitete Apfelscheiben auf dem Trockner

Die Scheiben werden dicht an dicht auf den Sieben des Dörrgeräts ausgelegt. Da die dünnen Obstscheiben viel weniger kompakt sind als Tomatenstücke, trocknen sie auch viel schneller. Ich verwende daher alle vier Siebe des Dörrers und wechsele zwischendurch immer wieder das oberste davon auf die unterste = wärmste Position. Auf Stufe 2 von 4 trocknen die Birnen- und Apfelchips innerhalb weniger Stunden.

Die Chips sind fertig, wenn sie sich bei Berührung nicht mehr feucht, aber noch weich und etwas zäh in der Konsistenz anfühlen. Für die Resttrocknung fädele ich die Scheiben mit weißem Nähgarn auf und hänge sie für 2–3 Wochen an einen luftig-trockenen Platz, bis sie knackig-knusprig sind.

Aufbewahrung der Apfel- und Birnenchips

Bisher habe ich mit der Aufbewahrung dieser Obstchips leider noch keinerlei Erfahrung. Da die Verwahrung getrockneter Tomaten in Schraubgläsern gut geklappt hat, werde ich auch die Birnen- und Apfelchips genauso aufbewahren.

Geeignete Sorten für Apfelchips + Birnenchips

Nach meinen bisherigen Versuchen, die quer durch sämtliche Apfel- und Birnbäume alles umfaßten, was verfügbar war, kann ich keine ungeeigneten Sorten feststellen. Ich muß jedoch betonen, daß ich keine faden Kernobstsorten kultiviere; alle sind eher aromatisch als fad.

Bei den Birnen sollte man darauf achten, sie nicht allzu weich werden zu lassen. Sobald sie die Eßreife erreicht haben, aber gerade noch bißfest sind, gelingen die Birnenchips am besten.

Äpfel sollten für die Herstellung von Apfelchips ebenfalls Eßreife erreicht haben und knackig-bißfeste, keinesfalls mürbe Konsistenz haben.

 

3 Gedanken zu „Apfelchips + Birnenchips

  1. Skimmer

    Ich liebe ja getrocknetes Obst, Apfelchips sind besonders lecker. Birnenchips habe ich noch nie gegessen. Zugegebenermaßen habe ich Obstchips noch nie selbst zubereitet. Aber mit Ihrer Anleitung werde ich es mal demnächst ausprobieren. Danke für den Tipp 🙂
    LG
    Markus Skimmer

    1. Hildegard Fuchs Beitragsautor

      Mit Mirabellen-Übermengen habe ich es inzwischen auch einmal probiert. Sie sehen zwar ein wenig schnurzelig aus – wie zu große, etwas mißratene Rosinen, aber sie schmecken super-lecker.