Rebschnitt und Anbindearbeiten sind abgeschlossen. Die Knospen an den Trieben sind bereits im “Wolle”-Stadium, das heißt, sie sind kurz davor aufzubrechen. Ganz vereinzelt sieht man sogar schon geöffnete Knospen.
Nach Abschluß von Schnitt und Anbinden haben wir in den Rebzeilen Dünger ausgebracht, denn es ist wichtig, die Reben mit ausreichend Nährstoffen und besonders mit Mineralien und Spurenelementen zu versorgen.
Nur gut ernährte Reben können das gesunde Blattwerk ausbilden, das für die Photosynthese und damit für die spätere Reifung der Trauben notwendig ist.
Noch immer ist der Rebschnitt im Gang. Durch die extrem niedrigen Außentemperaturen in der ersten Februarhälfte gingen die Arbeiten weniger zügig als gewohnt voran, da das Arbeiten draußen an manchen Tagen zum Gesundheitsrisiko wurde.
Auf dem hart gefrorenen Boden läßt sich das Schnittgut besonders gut häckseln, und man braucht im Gegensatz zu durchnäßtem Boden keinerlei Bedenken zu haben, die Erde mit dem Traktor zu verdichten. Auf dem gefrorenen Boden fährt der Schlepper “spurlos”.
Der Rebschnitt ist zur Zeit die wichtigste Aufgabe in den Weinbergen. Schnittarbeit ist Handarbeit: von Stock zu Stock gehend werden die Triebe vom Vorjahr bis auf einen entfernt.
Im Foto sehen Sie einen frisch geschnittenen Rebstock: an den rot markierten Stellen wurde das alte Holz abgeschnitten.
Die beiden grünen Pfeile deuten auf die Triebe, die stehenbleiben:
Die Schneidarbeit wird in der Regel zweigeteilt: ein versierter Schneider erledigt den eigentlichen Rebschnitt. Ihm folgt ein Helfer, der das abgeschnittene Holz aus dem Drahtrahmen zieht.
Das Schnittgut wird zunächst in den Rebgassen gesammelt, wo es später mit dem Schlegelmulcher kleingehäckselt wird. Das gehäckselte Holz bleibt in den Rebgassen liegen und unterstützt dort die Humusbildung.
Die meisten Weine des 2011er Jahrgangs sind nur fertig für die Abfüllung. In der zweiten Januarhälfte kommt ein großer Teil der Weine in die Flaschen. Weitere Weine werden – füllfertig vorbereitet – im Keller “geschlossen gelegt”, das heißt in randvoll gefüllten Tanks gelagert.
Die ersten Nachtfröste haben das Laub in den Weinbergen gänzlich verwelken lassen, nur hier und da hängen noch ein paar letzte Blätter an den Rebstöcken.
Der lange und milde Herbst hat eine sehr gute Reifung des Holzes bewirkt. Die Holzreife ist ein wichtiger Prozeß im Jahresablauf, damit die Reben gut über den Winter kommen. Holzreife bedeutet, daß die grünen Triebe, die seit dem Frühjahr an den Reben gewachsen sind, nun verholzt und damit “ausgereift” sind.
Draußen treffen wir erste Vorbereitungen für den winterlichen Rebschnitt. Die oberen Heftdrähte in den Drahtrahmen, die die Triebe im vergangenen Sommer in der Reihe gehalten und gestützt haben, werden nach unten gehängt, damit sie beim Schnitt nicht im Weg sind.
Vor dem Winter ist noch einmal Bodenbearbeitung angesagt: mit der Fräse wird die Oberfläche in den Rebzeilen aufgelockert und gleichzeitig geglättet.
Die Gärung der Jungweine ist weit fortgeschritten; viele von ihnen sind inzwischen durchgegoren. Bei edelsüßen Dessertweinen haben wir die Gärung rechtzeitig abgestoppt, um die Süße der Weine zu bewahren.
Freuen Sie sich mit uns auf eine Siegerrebe und eine Huxelrebe Auslese, auf den neuen edelsüßen Rotwein Fuchs Extra und auf den aromatischen Rosenmuskateller.
Die ersten 2011er Weine werden wir etwa Ende des Monats abfüllen.
Ein traumhafter Herbst neigt sich seinem Ende zu: In der kommenden Woche werden wir die letzten Trauben des Jahrgangs 2011 nach Hause bringen.
Das wunderschöne Spätsommerwetter der letzten Wochen hat es ermöglicht, die Ernte in aller Ruhe einzubringen. Dabei hatten alle spätreifenden Sorten die Möglichkeit, noch jede Menge Sonnenstrahlen einzufangen.
Auch wenn uns manch ein Kollege für verrückt erklärt hat – das Abwarten hat sich gelohnt. Die Qualitäten des 2011er Jahrgangs sind hervorragend; die Trauben waren kerngesund und brachten hohe Mostgewichte und Extraktwerte mit.
Ein ganz besonderes Ergebnis lieferte in diesem Jahr der Regent: dieser Rotwein in Beerenauslesequalität verspricht ein ganz besonderes Tröpfchen zu werden.
Endlich ist es wieder so weit: die ersten frühreifenden Traubensorten haben die nötige Reife erreicht. Die Trauben schmecken wunderbar süß und fruchtig und zeigen sehr ausgeprägte Aromatik.
Den Anfang der Ernte machte bereits in der vergangenen Woche – quasi als erstes Vorgeplänkel – die Siegerrebe, deren Auslesequalität einen sehr erfreulichen Start in die Weinlese 2011 brachte.
Heute geht es mit der Haupternte los. Zu Beginn lesen wir die Müller-Thurgau. In den nächsten Tagen werden Bacchus und Portugieser folgen.
Auch in 2011 haben wir wieder einige Weine beim Internationalen Weinwettbewerb “AWC Vienna” ins Rennen geschickt und etliche Medaillen, darunter zwei Goldmedaillen, erhalten. Mehr dazu auf der Seite Auszeichnungen.
Die Wespen haben uns in diesem Jahr vor die Herausforderung gestellt, sie aus unseren Weinbergen zu “vergraulen”. Genaueres dazu auf der Seite Wespen im Weinberg.
Auch wenn manche Sorten schon gut zum Essen schmecken, sind die Trauben noch nicht erntereif für die Weinlese.
Mit dem Beginn der Ernte rechnen wir etwa Mitte September. Dann werden zunächst die sehr frühen Sorten wie Müller-Thurgau und Portugieser gelesen. Bis dahin und während der Erntezeit hoffen wir auf freundliches, mildes Spätsommerwetter.
Inzwischen nutzen wir die Zeit, nicht nur im Keller alle Vorbereitungen zu treffen. Es sind auch immer einige kleine Reparaturarbeiten vonnöten, die in der Vor-Erntezeit “abgehakt” werden.

Am 25. Juli 2011 haben wir die Trauben für den diesjährigen Verjus gelesen, wie immer von der Huxelrebe. Eine reife Traube dieser aromatischen Rebsorte sehen Sie rechts im Bild.
Nach dem Keltern und verschiedenen Filtriervorgängen werden wir nun endlich wieder Versecco dry und medium abfüllen können.

Rebblüte
Die Rebblüte hat begonnen. Der extrem frühe Beginn der Blüte beschert den Reben eine lange Vegetationsperiode, die für die Weinqualität besonders günstig ist. Bei weiterhin schönem, warmem Wetter wird sich der Blühverlauf über etwa zwei Wochen hinziehen.
Wie heute das Deutsche Weininstitut verlautbaren ließ, hat die anhaltende Trockenheit keine negativen Auswirkungen auf das Wachstum der Rebstöcke.
Leider gilt dies nur für ältere Reben, deren Wurzelwerk bereits mehrere Meter tief in die Erde vorgedrungen ist. Bei Neuanpflanzungen und jungen Anlagen darf die Trockenheit nicht zu leicht genommen werden, denn die noch jungen oder gerade erst gepflanzten Stöcke erreichen noch keineswegs die tieferen, gutdurchfeuchteten Erdschichten.
In unserer diesjährigen Neuanlage am Zeller Schwarzen Herrgott haben wir eine stationäre Bewässerung eingebaut. Diese Tröpfchenbewässerung sorgt für gleichmäßige Wasserversorgung, damit die jungen Reben gut anwachsen können.
Weitere, schon im 2.–4. Standjahr befindliche Junganlagen versorgen wir zur Zeit mittels einer Gießvorrichtung am Traktor mit Wasser.

Gescheine (Blütenstände) an der Huxelrebe
Knapp zwei Wochen nach den Spätfrösten, die in vielen Weinbergen quer durch die Weinbaugebiete zum Teil große Schäden angerichtet haben, ziehen wir eine erste Bilanz: es hätte deutlich schlimmer kommen können!
Dank unserer guten Lagen sind nur einige wenige unserer Weinberge überhaupt vom Nachtfrost betroffen. Dort wird die Ernte etwas geringer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt.
Der Austrieb der Reben war in der vergangenen Woche deutlich langsamer als zu Beginn. Die kühlen Nächte und etwas zurückgegangenen Tagestemperaturen haben das überschnelle Wachstum wieder normalisiert.
Nun stehen die Ausbrecharbeiten auf dem Handarbeits-Programm. Ausbrechen heißt, daß am Stamm sprießende Triebe entfernt werden. Gleichzeitig werden zu dicht stehende Triebe entfernt.
Der besonders kräftig gewachsene Dornfelder mußte sogar schon geheftet werden, damit die jetzt etwa 50 cm langen Triebe nicht abbrechen. In der Höhe verstellbare Drähte entlang des Spaliers halten die Triebe fest und hindern sie am Abbrechen.
Wie Sie im Foto rechts sehen, sind die “Gescheine” (= Blütenstände) schon entwickelt. Wir rechnen – vorausgesetzt, das Wetter bleibt mild – mit einer extrem frühen Rebblüte.

Noch nicht einmal drei Wochen nach Beginn des Austriebs sind die jungen Triebe an den Reben schon extrem weit entwickelt: die ersten Blättchen sind bereits voll entfaltet, die Triebe bereits mehr als 10 cm lang.
Durch die Trockenheit und Wärme in den letzten Wochen ist der Wuchs von Gras und Wildkräutern in den Rebzeilen nicht so stark wie in feuchteren Jahren. Trotzdem war bereits ein erster Mulchgang notwendig, um den Feuchtigkeitsverbrauch der Begrünung zugunsten der Reben zu minimieren.
Noch vor Ostern wurden die Pheromonampullen ausgehängt. Diese Pflanzenschutzmaßnahme ist extrem wichtig, um die Ausbreitung der Traubenwickler zu verhindern, die die reifenden Trauben stark schädigen können. Siehe auch Pflanzenschutz.

Schnitt- und Anbindearbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Das abgeschnittene Rebholz liegt zur Humusbildung kleingehäckselt in den begrünten Rebzeilen. Diese wurden mit dem Wippschar aufgelockert, um die Bodenbelüftung zu verbessern.
Der diesjährige Austrieb begann, bedingt duch die anhaltenden frühsommerlich-warmen Temperaturen, bereits am 7. April – und damit etwa drei Wochen früher als im Super-Weinjahr 2003.
Einerseits läßt ein so früher Austrieb auf einen Superjahrgang hoffen, andererseits ist das junge Grün extrem nachtfrostgefährdet. Wenige Grade unter Null reichen aus, um einen ganzen Jahrgang nachhaltig zu schädigen.
Hoffen wir also das Beste: möge der Wettergott so mitspielen, wie er das meistens tut, und die Weinbauregionen von späten Frösten verschonen!
Alle Weine sind nun gefüllt. Leider waren die Erntemengen des Jahrgangs 2010 sehr gering, sodaß wir auf die Abfüllung von
verzichten mußten.
Auch bei den Rieslingen war die Erntemenge leider so knapp, daß für die beiden Riesling Spätlesen
keine Nachfolger aus dem Jahrgang 2010 gefüllt werden können.
Endlich sind die letzten Schneereste verschwunden. Rinnende Schmelzwasserbäche und tagelanger Regen machten das Arbeiten draußen zunächst unmöglich. Die kräftigen Windböen der letzten Tage haben jetzt die Grasnarbe so weit abtrocknen lassen, daß man sich draußen wieder bewegen kann, ohne bis an die Knöchel im Schlamm zu versinken.
Die Rebschnittarbeiten gehen weiter; parallel zum Schnitt werden die abgeschnittenen Triebe herausgezogen und in den Rebgassen abgelegt. Sobald der Boden trocken genug ist, um mit dem Traktor keine tiefen Spuren zu hinterlassen, häckseln wir das Schnittholz klein, um es als Humusbildner zu “recyclen”
Inzwischen hat der 2010er Jahrgang sich sehr positiv weiterentwickelt. Es war genau die richtige Entscheidung, den jungen Weinen noch etwas Zeit zu lassen!
In der zweiten Januarhälfte werden die ersten 2010er gefüllt – wir halten Sie im Online-Shop bzw. auf der Seite Weinkarte auf dem Laufenden.
Während es den Menschen bei 30 cm Schneehöhe schwerfällt, draußen zu arbeiten, amüsiert sich unser “Sicherheitsdienst” draußen bestens :-).
Ein Teil der Weinberge ist bereits geschnitten; solange die Teperaturen gar zu eisig sind und der Schnee so hoch liegt, lassen wir die übrigen Wingert Winterschlaf halten.
Zur Zeit sind die Weinberge tief verschneit; der für unsere Region ungewöhnlich üppige Schneefall hat die Arbeiten draußen vorläufig zum Ruhen gebracht.
Der 2010er Jahrgang braucht ein bißchen länger als üblich für seine Reife. Daher haben wir die für Anfang Dezember vorgesehene Abfüllung der ersten Weine zurückgestellt, um den Weinen weitere Zeit zum Reifen zu gönnen.
Für die im Sortiment dadurch kurzfristig entstehenden Lücken bitten wir – der Qualität und dem Genuß zuliebe – um Ihr freundliches Verständnis.
Nicht ausgereifte, grün gebliebene Triebe sind ist anfällig für Frost- und andere Schäden. Wir freuen uns, daß die Triebe des vergangenen Frühjahrs und Sommers gut ausreifen konnten, denn diese “Holzreife” ist eine sehr wichtige Voraussetzung dafür, daß die Rebstöcke gut über den Winter kommen.
In wenigen Wochen werden wir mit dem Rebschnitt beginnen.
Die meisten Jungweine des 2010er Jahrgangs sind nun vergoren. Sie werden noch einige Zeit auf der Hefe liegen, um ihre Aromatik weiter zu entwickeln. Ständige Kontrollen sind nun ein Muß!
Neun Weine eingereicht, neun Auszeichungen erhalten. Mehr dazu auf der Seite Auszeichnungen.